Regisseur umsatzsteuerbefreit?

Ist die Tätigkeit, die ein Regisseur an ein Theater erbringt, umsatzsteuerbefreit?

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Christian Schumacher

Regisseur, Autor und Vorspannproduzent Christian Schumacher (45) aus Berlin zeichnet sich u.a. für die...

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Umsatzsteuer bei unständig Beschäftigten?

Nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG unterliegen der Umsatzsteuer die Lieferungen und sonstigen Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt. Unternehmer ist dabei, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt.

 

Eine solche Tätigkeit wird nicht selbständig ausgeübt, soweit eine natürliche Person einem Unternehmern derart eingegliedert ist, dass sie den Weisungen des Unternehmers zu folgen verpflichtet ist. Für die Nichtselbständigkeit können folgende Merkmale sprechen:

 

 

  • Persönliche Abhängigkeit
  • Weisungsgebundenheit bezüglich Ort, Zeit und Inhalt der Tätigkeit
  • Ausübung der Tätigkeit gleich bleibend an einem bestimmten Ort
  • Feste Bezüge
  • Urlaubsanspruch
  • Anspruch auf sonstige Sozialleistungen
  • Fortzahlung der Bezüge im Krankheitsfall
  • Notwendigkeit der engen ständigen Zusammenarbeit mit anderen Mitarbeitern
  • Eingliederung in den Betrieb
  • Schulden der Arbeitskraft und nicht eines Arbeitserfolges
  • Ausführung von einfachen Tätigkeiten, bei denen eine Weisungsgebundenheit die Regel ist

 

Für eine selbständige Tätigkeit sprechen:

 

 

  • Selbständigkeit in Organisation und Durchführung der Tätigkeit
  • Unternehmerrisiko
  • Unternehmerinitiative
  • Geschäftliche Beziehung zu mehreren Vertragspartnern

 

 

Soweit die Tätigkeit als selbständig einzustufen ist, unterliegen die Leistungen somit grundsätzlich der Umsatzsteuer.

 

 

Zuschüsse zur Krankenversicherung auch umsatzsteuerpflichtig?

 

 

In einem Verfahren vor dem FG Düsseldorf ging es um die Frage, ob die Zuschüsse, die eine Rundfunkanstalt zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung für einen freien Journalisten zahlt, der Umsatzsteuer unterliegen.

 

Nach der Regelung im Umsatzsteuergesetz wird der Umsatz nach dem Entgelt bemessen. Entgelt ist alles, was aufgewendet wird, um die Leistung zu erhalten. Zum Entgelt zählt in erster Linie die vertraglich vereinbarte Leistungsvergütung. Darüber hinaus können auch weitergehende Aufwendungen zusätzliches Entgelt sein, wenn kein anderer Zuwendungsgrund als das Leistungsverhältnis ersichtlich ist.

Nach Ansicht des Finanzgerichts stellen die Beiträge zur Krankenversicherung keine Zuwendungen in diesem Sinne dar. Der Zuschuss unterliegt insoweit nicht der Umsatzsteuer. Hiergegen wurde aufgrund der Bedeutung Revision vor dem Bundesfinanzhof eingelegt. Sobald die Entscheidung des BFH vorliegt, lesen Sie diese hier.

 

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